Der Auftragselfe-Blog machte mich dabei auf die italienische Dokumentation „Il Corpo delle donne“ (Der Körper der Frauen; >> Website) aufmerksam, der sich mit dem sexistischen und einseitigen Frauenbild im italienischen Fernsehen befasst (das offensichtlich NOCH erbärmlicher ist als das deutsche Pendant) und dazu aufruft, sich gegen diesen visuellen Terror, der junge Frauen (aber auch Männer) unter permanenten „Optimierungsstress“ setzt, zur Wehr zu setzen.
Fast täglich sind wir diesen Bildern ausgesetzte: auf Plakatwänden, in Zeitschriften, im Internet oder im Fernsehen – der “perfekte” Körper der Frau. Perfekt gestylt, “Idealmaße”, immer lächelnd, keine Falten.
Dieses Bild wird uns durch sämtliche Medien vermittelt, es fällt vermutlich gar nicht mehr auf, so alltäglich ist es. Fakt ist auch: viele junge Mädchen treibt dieser Körperwahn in die Magersucht oder Depression. Es ist ein unrealistisches Bild, die Frau wird zum Lustobjekt degradiert, der Körper ist alles was zählt…
Die 24-minütige Dokumentation zeigt viele Ausschnitte aus dem italienischen Fernsehen und stellt die Frage, warum sich die Frauen nicht dagegen wehren, nur als Sexobjekt oder Dekogegenstand zu fungieren. “Warum präsentieren wir uns nicht in unserer Wahrheit?” fragt Zanardo.
Ich erinnere bei der Gelegenheit auch noch einmal an den Spot, den Adbusters vor einigen Jahren einmal zu der Thematik Schönheits-/Schlankheitswahn und der Rolle, die Medien wie auch Kosmetikindustrie darin spielen, gedreht hat. Die Botschaft ist klar und deutlich: diese von Hollywood & Co. aufgebauten Vorbilder und die von ihnen ausgehenden Signale ans „gemeine Volk“ machen am Ende krank und unglücklich – und sorgen zudem für einen ungerechtfertig starken Fokus auf Mode udn andere Oberflächlichkeiten.
Quelle: http://konsumpf.de/?p=11547